Der «Papiertiger» gegen unnötige Bürokratie im Gesundheitswesen nimmt Fahrt auf: Bereits eine Woche nach seinem Start erklärt prio.swiss, der Verband der Schweizer Krankenversicherer, den Beitritt zur Kampagne und sagt seitens der Branche die volle Unterstützung des Anliegens zu.
Die SGAIM freut sich sehr, dass prio.swiss, der Verband der Schweizer Krankenversicherer, unsere «Papiertiger»-Kampagne unterstützt und gemeinsam mit der FMH die unnötige Bürokratie reduzieren will. Prof. Dr. med. Sven Streit, Präsident der SGAIM Nachwuchsförderungskommission und Initiant der Kampagne «Papiertiger», führte dazu mit Saskia Schenker, Direktorin prio.swiss, ein Interview.
Über 1800 Ärzt:innen und Medizinische Praxisassistent:innen haben sich an der «Papiertiger» Umfrage der Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) beteiligt. Die Resultate zeigen klar: Unnötige Administration ist weit verbreitet, erzeugt keinen medizinischen Mehrwert und verschärft die Versorgungsprobleme. Die SGAIM fordert mit sieben Partnerorganisationen konkrete systemische Massnahmen zum Bürokratieabbau.
Unnötige Administration bindet wertvolle Ressourcen im Gesundheitswesen – besonders bei zentralen Versorgungsprozessen wie der Medikation. Fehlende Interoperabilität, systematische Rückfragen und ineffiziente Abläufe kosten Zeit, die für Patient:innen fehlt. Prof. Dr. med. Sven Streit, Präsident der SGAIM Nachwuchsförderungskommission und Initiant der Kampagne «Papiertiger» im Interview.
Diagnostic Reasoning entscheidet im klinischen Alltag direkt über die Qualität der Versorgung – und über mögliche Fehldiagnosen. Doch Zeitdruck, unspezifische Symptome und kognitive Verzerrungen machen ärztliche Entscheidungen komplexer denn je. Warum Reflexion, Teamkultur und transparente Denkprozesse entscheidend sind, erläutern Prof. Carole Elodie Aubert und Dr. Christine Roten, Dozentinnen der diesjährigen SGAIM Masterclass, im Gespräch.
Am 13. November 2025 fand die SGAIM-Delegiertenversammlung (DV) in der Welle7 in Bern statt. Unter anderem hat Gastrednerin Dr. Yvonne Gilli, Präsidentin des FMH-Zentralvorstands, über die Strategie und die Fokusthemen der FMH gesprochen. Im Fokus der Workshops stand die SGAIM-Strategie 2026 – 2030. Die insgesamt 36 teilnehmenden Delegierten genehmigten die Strategie und weitere Anträge des Vorstands.
Die Berner Fachhochschule (BFH) sucht noch bis 15. November 2025 Beiträge für die nationale Tagung zu neuen Arbeitsformen, Prekarität, Armut und Gesundheit. Die Konferenz findet am 18. Juni 2026 an der BFH Bern statt.
Die St. Galler Ärztin und Medical Educator KD Dr. med. et MME Simone Krähenmann wird für ihre Arbeit in der medizinischen Aus- und Weiterbildung ausgezeichnet. Mit Leidenschaft für innovative Lehrmethoden, einem reflektierten Einsatz von KI und dem Mut, junge Kolleg:innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, setzt sie neue Standards in der Lehre – und inspiriert damit die nächste Generation von Ärzt:innen.
Das Team von Prof. Sabina Hunziker am Universitätsspital Basel hat die App Code Clear entwickelt, welche die Besprechung des REA-Status mit dem Patienten (und die Dokumentation des Entscheides) unterstützt. Die Code Clear App richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, welche auf internistischen Stationen tätig sind. Die App ist bereits im App Store und bei Google Play verfügbar (Zugang derzeit mit Benutzercode).
Disruptives Denken statt Stillstand: Der 9. SGAIM Herbstkongress stellt sich den aktuellen Herausforderungen in der Allgemeinen Inneren Medizin. Im Interview verraten die beiden Kongresspräsidenten Prof. Dr. Michael Brändle und Dr. Telemachos Hatziisaak, warum der Kongress für Grundversorgende besonders relevant ist und was Teilnehmende in St.Gallen erwartet.